Zeitschrift sportunterricht
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sportunterricht 09/07
Urs Granacher, Silke Bergmann, Albert Gollhofer:
Allgemeine Richtlinien für den Einsatz von sensomotorischem Training im Schulsport
Im folgenden Artikel werden auf der Basis der relevanten Literatur allgemeine Richtlinien für den Einsatz von sensomotorischem Training in der Schule beschrieben. Die Autoren gehen hierbei insbesondere auf den Aufbau und den Inhalt einer Unterrichtseinheit zum sensomotorischen Training ein und präsentieren Materialien zur konkreten Umsetzung dieser Trainingsform im Schulsport.
Martin Baschta, Harald Lange:
Sich selbst trainieren können -Trainingspädagogische Argumente zum Trainieren im Schulsport
Im Zuge einer differenzierten (trai-nings-Jpädagogischen Betrachtung liegt die besondere pädagogische Bedeutung beim Trainieren nicht wie üblichenveise angenommen in der Anwendung und Umsetzung trainingswissenschaftlicher Handlungsregeln, sondern im persönlichen Verhältnis zu diesen Wissensbeständen und im individuellen Umgang damit. Dementsprechend sollte beim Tliema , Training im Schulsport' vor allem das Handeln der Schülerinnen und Schüler in den Focus pädagogischer Überlegungen genommen werden. In diesem Beitrag werden daher einerseits die pädagogischen Möglichkeiten eines schulsportlichen Trainings an den zentralen trainingsdidaktischen Fragestellungen nach dem warum, wozu und wie im Sportunterricht trainieren erörtert. Andererseits sollen die Ergebnisse einer kleinen empirischen Untersuchung dargestellt werden, durch die die Frage beantwortet werden sollte, ob sich Schülerinnen und Schüler individuell .richtig' belasten können, indem sie die Beanspruchung mittels ihres subjektiven Belastungsempfindens einschätzen und darüber ggf. die Belastungsintensität regulieren. Aus trainingspädagogischer Sicht interessierte vor allem, ob die Schülerinnen und Schüler dabei eine spezifische Trainingskompetenz erlangen würden bzw. durch ihre au-ßerschulischeuTrainiugserfahrungen bereits zuvor erworben haben.
Nils Neuben
Zwischen Beliebigkeit und Dirigismus -Didaktische Anmerkungen zur ästhetischen Bewegungserziehung
Konzepte ästhetischer Bewegungserziehung werde]] mit einem pädagogischen Anspruch verbunden, den sie in der schulischen Praxis oft nicht einlösen können. Der Beitrag analysiert das Feld auf drei Ebenen: In didaktischer Hinsicht wird das Verhältnis von inhaltlicher und motorischer Auseinandersetzung untersucht. In methodischer Hinsicht wird die Art und Weise der Aufgabenstellung hinterfragt. Aus der Perspektive der Unterrichtsforschung wird die mangelnde empirische Überprüfung der Praxis kritisiert. Um das Feld der ästhetischen Bewegungserziehung im Rahmen von Schule und Schulsport zu stärken, plädiert der Beitrag für eine stärkere Bewegungsorientierung eine unterrichtsmethodische Strukturier wiig und Öffnung sowie eine kritische Überprüfung angenommener Effekte.