DSLV - Deutscher Sportlehrer Verband e.V.

Zeitschrift sportunterricht

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sportunterricht 12/07


Lars Riedl, Klaus Cachay
Sportwissenschaft und Schulsport: Trends und Orientierungen (8) Sportsoziologie
Der Beitrag informiert über ausgewählte Forschlingsfelder der Sportsoziologie, die eine hohe Relevanz finden Sportunterricht aufweisen: Dies ist erstens der „Spitzensport", der einen wesentlichen Einfluss auf das Sportverständnis von Lehrern und Schülern ausübt. Dies ist zweitens die Organisationsform „Sportverein", die immer noch die zentrale Organisation außerschulischer Sportpartizipation darstellt. Drittens werden Fragen der sozialen Ungleichheit im Sport behandelt, viertens zentrale Befunde der sportsoziologischen Geschlechterforschung aufgezeigt, welche nicht zuletzt für die Problematik des koedukativen Sportunterrichts bedeutsam sind. Und fünftens wird auf die Thematik der sozialen Konflikte im Sport eingegangen, weil dieses Thema ganz unmittelbar für sportpädagogisches Handeln relevant ist.

Tobias Luthe, Rüdiger Häusler, Ralf Roth
Die Durchführung alternativer Schneesportausfahrten und deren Nutzung zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BfnE)
Schneesportausfahrten im Kontext nachhaltiger Entwicklung werden im vorliegenden Artikel am Beispiel eines Pilotprojekts des Deutschen Skiverbands und der Schule Schloss Salem diskutiert. Will man die junge Generation für das Thema Nachhaltigkeil interessieren, müssen attraktive und motivierende Wege gefunden werden, dieses komplexe Konstrukt in attraktiver und nachwirkender Form zu lehren und zu verstehen. Der ökologisch sinnvolle, ökonomisch durchführbare und organisatorisch vereinfachte Zugang zur Bewegung im Schnee als einer einzigartigen Möglichkeit des Zugangs zur Natur steht dabei im Vordergrund. Das Konzept zeigt Wege auf, auch in den Mittelgebirgen vor der Tür, ohne große Anreisewege und auch außerhalb von Skigebieten, pädagogisch sinnvolle Schneesportausfahrten für eine möglichst große Zahl von Schülern umweltgerecht durchzuführen.

Edgar Beckers, Thorsten Wagner
„Falscher Einwurf! - Gegen Doping und Medikamentenmissbrauch"
Doping gilt meist nur als ein Problem des Hochleistungssports. Doch die Neigung, mit Einsatz verschiedener Mittel die Leistung zu steigern, besteht in (fast) allen Lebensbereichen. Daher ist es angemessen und notwendig den Blick über den Hochleistungssport hinaus auf das Phänomen „Alltagsdoping" zu richten. Aus der Fülle der Motive ragen zwei besonders heraus, die sich auf Merkmale der derzeitigen Gesellschaft beziehen und damit viele Menschen - auch Jugendliche - beeinflussen: Körperkult sowie die Verwechslung von Leistung und Erfolg. Diese Perspektive hat eine 2003 - vom damaligen Sportminister NRW - berufene Expertenkommission eingenommen und die Kampagne „Falscher Einwurf! - Gegen Doping und Medikamentenmissbrauch" iniliiert. Ziel ist es, der Entwicklung einer Dopingmentalität bereits im Alltag frühzeitig entgegenzuwirken. Mit dieser Absicht sind für das Handlungsfeld Schule Unterrichtsvorhaben für den schulischen Sportunterricht ab der Klasse 8 entwickelt und erprobt worden.