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Handlungsempfehlungen zum Schulsport
21.11.2007
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Presse-Mitteilung
54/2007 |
20.11.2007 |
Kultusministerkonferenz
und DOSB beschließen „Gemeinsame Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des
Schulsports“
Der Deutsche
Olympische Sportbund (DOSB) und die Kultusministerkonferenz (KMK) beschließen
die gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des
Schulsports in Berlin. Damit bekräftigen sie ihren Willen zur Fortsetzung der
partnerschaftlichen Zusammenarbeit.
“Unser gemeinsames
Ziel ist die qualitative und quantitative Verbesserung des Schulsports in
unserem Land. Der DOSB steht bereit, seine Fähigkeiten, etwa in der Verknüpfung
von schulischen und außerschulischen Sportaktivitäten, noch stärker
einzubringen”, erklärte Doll-Tepper. Jungkamp ergänzte, dass die aktuelle
Entwicklung im Bildungsbereich große Chancen bietet: “In Zeiten von Pisa und der
bundesweiten Entwicklung in Richtung offene Ganztagsschulen gehört der Sport zur
Ausbildung von Kindern und Jugendlichen elementar dazu. Die hier vorgelegten
Handlungsempfehlungen werden wir im Kreis der KMK auch konkret auf ihre
Umsetzung in den Ländern abfragen.”
Gemeinsames Ziel ist
es, die Qualität des Schulsports nachhaltig und systematisch weiterzuentwickeln
sowie die Angebote der Sportvereine qualitativ und quantitativ auszugestalten.
Das siebenseitige
Papier greift die vier Themenbereiche auf, die in der anlässlich der 2.
Gemeinsamen Fachtagung „Perspektiven des Schulsports“ am 12. Dezember 2005 in
Karlsruhe gemeinsam vom damaligen Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB)
und der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) unterzeichneten Erklärung
genannt werden
• Schule als
Bewegungs-, Spiel- und Sportwelt
Hier wird
insbesondere empfohlen, die Idee der „bewegungsfreudigen Schule“ weiter zu
verbreiten und Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote als zentrale Bestandteile
der Gesundheitsförderung so zu entwickeln, dass sich Sportunterricht und
Bewegungszeiten sinnvoll ergänzen.
• Sportunterricht
Sportunterricht ist
ein unverzichtbarer Bestandteil schulischer Bildung und Erziehung. Die
Empfehlungen richten sich insbesondere darauf, die Schülerinnen und Schüler
individuell gleichermaßen zu fordern und zu fördern. Der Sportunterricht kann
auch einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung leisten, wenn die Schulen noch
stärker als bisher die Möglichkeiten fachübergreifenden und fächerverbindenden
Unterrichts nutzen.
•
Außerunterrichtlicher Schulsport
Als natürlichem
Partner der Schule wird dem organisierten Sport empfohlen, ein zeitgemäßes
Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot einzubringen und so die gegenseitige
Anschlussfähigkeit von Schul- und Vereinssport zu sichern. Hierfür sind Angebote
im Ganztagsbereich auszubauen und weiterzuentwickeln. Alle Angebote im
außerunterrichtlichen Sport sollen von fachlich und pädagogisch kompetenten
Personen geleitet werden, die insbesondere den altergemäßen Umgang mit den
Schülerinnen und Schülern gewährleisten.
• Qualifizierung von
Lehrkräften und weiteren im Schulsport eingesetzte Personen
Die Empfehlung, dass
Sportunterricht an allen Schulformen durch qualifizierte Lehrkräfte, die sich
regelmäßig fort- und weiterbilden, erteilt werden soll, steht an erster Stelle.
Die Fortbildungssysteme von Schulen und außerschulischen Partnern sollen
sinnvoll miteinander vernetzt werden. Qualifizierungsangebote, wie z.B. die
Schülermentorinnen- bzw. –mentorenausbildungen, sollen in gemeinsamer
Verantwortung von Schule und organisiertem Sport ausgebaut werden.
Die
Handlungsempfehlungen richten sich sowohl an die Schulträger, die für die
Schulsportstätten vor Ort zuständig sind, als auch an die Kultusbehörden der
Länder, die für die inhaltlichen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen
einschließlich der Bereitstellung qualitativer Informations- und
Beratungsstrukturen Verantwortung tragen. Sie richten sich ebenso an alle
gesellschaftlich relevanten Gruppen, die für die Weiterentwicklung des
Schulsports mitverantwortlich sind. Dies sind die Schulleitungen, Eltern und
Erziehungsberechtigten, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und
Schüler, der organisierte Sport, die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe
und die Wissenschaft.
Die
Vereinbarungspartner sind sich dabei bewusst, dass die Länder und insbesondere
die Schulen, denen zunehmend mehr Verantwortung übertragen wird, ebenso wie die
Landessportbünde bzw. Sportfachverbände, in der Umsetzung der
Handlungsempfehlungen frei entscheiden und eigenständig handeln.
„Gemeinsame Handlungsempfehlungen der KMK und des DOSB zur Weiterentwicklung des Schulsports“
Deutscher Olympischer
Sportbund
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