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Nichts Neues unter der Sonne - Kommentar von Dr. Wolfgang Sigloch zu den Handlungsempfehlungen von KMK und DOSB
06.02.2008
Nichts Neues unter der Sonne!
Kommentar zu den Handlungsempfehlungen von KMK
und DOSB
Die hochkarätigen Partner
dieser Handlungsempfehlungen sind KMK und DOSB.
Ihr guter Wille wird unterstellt und anerkannt; die schnelle „Auffrischung“ der Empfeh-
lungen aus demJahr 2005 macht dennoch stutzig. Alleden Schulsport betreffenden wichtigen
Punkte werden angesprochen, alle sind uneingeschränkt zu unterschreiben. Sie decken sich
weitgehend mit Jahrzehnte alten DSLV-Forderungen. Im letzten Abschnitt der Presseerklärung
relativieren die „Vereinbarungspartner“ allerdings ihre Handlungsempfehlungen: sie sind
sich bewusst, „dass die Länder, (...) die Landessportbünde bzw. Sportfachverbände in der
Umsetzung der Handlungsempfehlungen frei entscheiden und eigenständig handeln.“
Man fragt sich, was solche Empfehlungen nützen, wenn das eingefordert wird, was in den
Bildungsplänen längst festgeschrieben ist und wozu die Länder bzw. Kommunen verpflichtet
sind! Es nützt auch wenig, wenn Herr Jungkamp, Staatssekretär im Brandenburgischen Kultus-
ministerium, die Umsetzung in den Bundesländern abfragen will. Verschiedene haben sich längst
ganz oder teilweise vom dreistündigen Sportunterricht verabschiedet. Kommunen sehen sich nicht
in der Lage, Sportstätten – insbesondere Bäder – zu sanieren und schließen diese. Die Zahl ge-
eigneter Sportstätten reicht ebenso wenig aus wie die Zahl qualifizierter Lehrkräfte, um den vorge-
schriebenen Unterricht zu erteilen. Im beruflichen Bildungswesen führt der Sport gar ein Mauer-
blümchendasein, um nur einige der „Brennpunkte“ zu nennen. Man kann nur hoffen, dass die neuen
„Empfehlungen“ wirklich umgesetzt werden. Wir sind gespannt auf Jungkamps Umfrageergebnisse!
WoSi / DSLV Baden-Württemberg