Deutscher Sportlehrerverband e.V.
Deutscher Sportlehrerverband -
DSLV e. V.
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DSLV im Bundeskanzleramt: Austausch zum Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“
Am 11. März 2026 fand im Bundeskanzleramt ein Expertentreffen zum geplanten Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“ statt. Eingeladen hatte die Abteilung Sport und Ehrenamt des Kanzleramts, um gemeinsam mit Fachvertreterinnen und -vertretern mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu diskutieren.
Hintergrund ist die Entscheidung des Deutscher Bundestag, für das Haushaltsjahr 2026 bis zu fünf Millionen Euro für das Programm bereitzustellen. Nach aktuellem Stand sollen in den drei Folgejahren ebenfalls jeweils bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ziel des Modellvorhabens ist es insbesondere, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien sowie aus strukturschwachen Regionen zu verbessern.
An dem fachlichen Austausch nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, der Wissenschaft, aus Sportverbänden sowie aus der Politik teil. Partner bei der Entwicklung der Förderkonzeption sind die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Deutsche Schwimm-Verband (DSV).
Für den Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) nahm dessen Präsident, Dr. Daniel Möllenbeck, an dem Austausch teil und brachte die Perspektive der Schülerinnen und Schüler, Sportlehrkräfte und der Schulen ein.
Im Mittelpunkt des Treffens stand ein intensiver Austausch über die aktuelle Situation des Schwimmens in Deutschland und mögliche Einsatzbereiche für die jährlich vorgesehenen fünf Millionen Euro. Diskutiert wurden verschiedene Ansätze, die einen nachhaltigen Mehrwert schaffen können und über bestehende Förderstrukturen hinausgehen sollen.
Aus Sicht des DSLV wäre es ua.a. sinnvoll, bundesweite, kostenfreie Qualifikationsveranstaltungen für Grundschullehrkräfte und weiteres schulisches Personal anzubieten, das Schwimmunterricht erteilen möchte. Damit könnten mehr Lehrkräfte und Personen qualifiziert werden, um Schwimmen sicher und pädagogisch fundiert zu vermitteln.
Darüber hinaus wurden eine bundesweite Imagekampagne für das Schwimmen sowie die Finanzierung von Schwimm-Intensivwochen, etwa in Form von Schwimmprojektwochen oder Schwimm-AGs, als mögliche Maßnahmen genannt. Für eine flächendeckende Finanzierung solcher Angebote dürfte das zur Verfügung stehende Budget jedoch nur sehr begrenzte Möglichkeiten bieten.
Die DLRG und der Deutsche Schwimm-Verband werden die im Austausch eingebrachten Anregungen und Diskussionspunkte nun in die weitere Ausarbeitung der Förderkonzeption einfließen lassen. Diese soll anschließend dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zur Billigung vorgelegt werden. Ziel bleibt es, mit dem Modellvorhaben zusätzliche Impulse für eine nachhaltige Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu setzen.